Tod
Ich spüre, wie ich sterbe.
Und ich freue mich darauf.
Jahrelang versuchte ich, dem Stress auf der Überholspur meines Lebens zu entkommen und spätestens an einer Raststätte hab ich verloren.
Also lieber gar nicht mehr rasten.
Auch das ist Stress. Hat das Arschloch also doch wieder gewonnen.
Tja. Das deutsche Wort für detaillierte Sprachlosigkeit.
Ich spüre, wie ich sterbe.
Und ich kann es kaum erwarten.
Dinge müssen noch erledigt und einigermaßen sortiert werden.
Ich könnte das Chaos auch da sein lassen, gefühlt hält es mich aber vom Sterben ab.
Chaos frisst die Energie, die ich für anderes brauche.
Tja. Das deutsche Wort für aussagekräftige Wortfindungsstörungen.
Ich spüre, wie ich sterbe.
Und es ist die lange ersehnte Erleichterung.
Warum bin ich nicht schon früher drauf gekommen.
Gute Dinge brauchen Zeit.
Großartige Dinge brauchen eben mehr Zeit.
Wenn ge- und verbrauchte Zeit der Faktor ist, dann sterbe ich zur fantastischsten Version meiner selbst.
Tja. Das deutsche Wort für alles Unbekannte, was danach kommt.