Härte

Härte

Der letzte Monat war hart, ich war härter. Immerhin nicht zu mir selbst. Das empfinde ich als sehr großen Fortschritt.
Gerade habe ich mich selbst durch den letzten Absatz, den am Ende, aus der Gedankenspur gebracht.
Also. Ich war nicht hart zu mir selbst. Und warum schreibe ich das jetzt am helllichten Tag? Weil ich krank aufm Sofa liege und hoffe, dass ich genügend Taschentücher und Nasenspray habe. Tee geht mir glücklicherweise nie aus.
Dieses Nett-zu-mir-selbst-sein sorgt dafür, dass ich mir nicht irgendwelche Medikamente rein schmeisse und mich zur Arbeit schleppe und Kollegen und Kunden anstecke…
Mich hat zwar die galoppierende Erkältung erwischt, doch ich schone mich bereits jetzt, wo es noch nicht so elendig schlimm ist, dass ich kaum aufs Klo kriechen kann. Auch ein Fortschritt.
Ich komm immer wieder auf den letzten Absatz zurück, gedanklich. Dort weiterzudenken ist mir aber gerade zu viel. Mein Hirn fühlt sich matschig an. Meine Nase auch. Am Härtegedanken weiterzudenken ist mir aber auch zu viel.
Somit schieße ich diesen Heuhaufen unerledigt ins Datennirwana und mach die Augen wieder zu.

Aufgefallen: Meine Oma hat heute Geburtstag. Sie wäre 99 geworden. Happy birthday Oma. Du hättest Dinge besser machen können. Doch ich bin überzeugt, dass du die Dinge gut gemacht hast, die du auch gut hinkriegen konntest. Manchmal ist die Fremdeinwirkung so übermächtig, dass Dinge einfach nicht funktionieren.

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